Presseberichte zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
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Großes und unermüdliches Herz geadelt.
Einsatz für Behinderte: Lebenshilfe-Vorsitzende Doris Peter erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande
(Quelle: Hanauer-Anzeiger)
Dank an den Hanauer Anzeiger das wir diesen Artikel auf unserer Homepage veröffentlichen dürfen.

Hanau. Exakt eine Handbreit unter der linken Schulter legte Oberbürgermeister Claus Kaminsky Doris Peter ihr Bundesverdienstkreuz am Bande vorschriftsgemäß an. Im Namen des Bundespräsidenten Horst Köhler verlieh er der Vorsitzenden des Vereins Lebenshilfe gestern im Rathaus die hohe Auszeichnung. Peter, die bereits auf kommunaler, auf Kreis- sowie auf Landesebene für ihr unermüdliches Engagement um Menschen mit Behinderungmit Ehrungen bedacht worden war, bedankte sich gewohnt bescheiden.

„Die Schwachen haben keine Lobbyisten mit Geld und Einfluss. Sie brauchen Menschen, die nicht vom Virus Gier angesteckt sind, denen Begriffe wie Verantwortung, Akzeptanz, Loyalität, Ehrlichkeit und Respekt noch etwas bedeuten“, brachte Peter den Grund für ihr soziales Engagement jüngst zu Papier. Sie selbst hat immer das beste Beispiel abgegeben. Ob im Elternbeirat der Maintaler Friedrich-Fröbel-Schule, als langjähriges Vorstandsmitglied und später als Vorsitzende des Vereins Lebenshilfe Hanau oder als Vorstandsvorsitzende des Behinderten-Werks Main-Kinzig, stets investierte sie Zeit zum Wohle der anderen. „Und dieses Engagement sucht Nachahmer“, wie Kaminsky nachdrücklich betonte.

In der ganzen Region im Einsatz für Menschen mit Behinderungen: Oberbürgermeister Claus Kaminsky überreicht der Lebenshilfe-Vorsitzenden Doris Peter das Bundesverdienstkreuz am Bande. Foto: Fischer

 In der ganzen Region ist der Einsatz für Menschen mit Behinderung eng mit dem Namen Doris Peter verbunden. Die Mitarbeiter des Behinderten-Werks schätzen sie als resolute und warmherzige Streiterin für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Im Hanauer Rathaus erkennt man ihre Arbeit als wichtig und vor allem nachhaltig an: „Wir haben ihr eine Menge zu verdanken“, so Kaminsky, gleichsam erinnere ihr Wirken immer wieder daran, dass die Gesellschaft noch viele Aufgaben zu lösen habe. Die Liste der konkreten Ergebnisse Peters Arbeit ist lang: An der Friedrich- Fröbel-Schule initiiert sie Ferienspiele für behinderte Jugendliche. Sie engagierte sich für einen Freizeitclub oder die Umwandlung des Gärtnerhauses am Schloss Philippsruhe in einen Treffpunkt für die Mitglieder der Lebenshilfe. In den vergangenen Jahren hat sie unzählige Wohltätigkeitsveranstaltungen, darunter Märkte und Feste, organisiert und die Karnevalssitzung der Lebenshilfe zu einer der schönsten in ganz Hanau gemacht. „Sie ist eine gute Seele“, so der Oberbürgermeister, „mit dem Bundesverdienstkreuz drücken wir Wertschätzung aus, die unbedingt auch öffentlich gemacht werden muss.“

Im Main-Kinzig-Kreis, davon ist Kaminsky überzeugt, sei es inzwischen immer selbstverständlicher geworden, über Behinderungen zu sprechen, obgleich Aufklärung weiterhin notwendig sei. „Und diesen Fortschritt haben wir Doris Peter zu verdanken“, wie er im Rathaus unterstrich. „Ihr ist es gelungen, jenseits von Parteipolitik eine breite, politische Unterstützung für ihr Anliegen zu gewinnen“, ergänzte er, „noch heute liegt einer ihrer Arbeitsschwerpunkte speziell in der Öffentlichkeitsarbeit.“ Es sei ihm ein Vergnügen und Bedürfnis zugleich, schloss der OB, „mit dem Bundesverdienstkreuz eine Frau auszeichnen zu können, die mit großem persönlichen Einsatz seit vielen Jahren intensiv daran mitwirkt, dass in unserer Stadt die Menschen mit Behinderungen eine Stimme haben, die gehört wird.“

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„Die gute Seele der Lebenshilfe“
OB Kaminsky überreicht Bundesverdienstkreuz an Doris Peter

(Quelle: Pressedienst der Stadt Hanau)

„Die Integration von Menschen mit Behinderungen und die Verbesserung ihrer Lebensumstände sind für Doris Peter seit vielen Jahrzehnten eine Herzenssache gewesen. Ihr uneigennütziger Einsatz, ihre Ideen und die Impulse, die von ihrer Arbeit ausgegangen sind, haben die Behindertenhilfe weit über die Stadtgrenzen von Hanau hinaus nachhaltig geprägt.“ Es sei schon eine besondere Herausforderung, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky weiter, für einen solch wertvollen Beitrag für die Gesellschaft angemessen zu danken. „Mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland haben wir aber die Möglichkeit, diesen herausragenden Einsatz öffentlich zu würdigen und deutlich zu machen, wie sehr wir das engagierte soziale Wirken von Menschen wie Doris Peter zu schätzen wissen.“

Es werde ihm kaum gelingen, führte der OB weiter in seiner Ansprache anlässlich der Überreichung der Auszeichnung aus, alle Verdienste von Doris Peter ausreichend darzustellen, dennoch wolle er den Versuch unternehmen, die Bandbreite des von ihr geknüpften Netzes und die besondere Nachhaltigkeit ihres Engagements deutlich zu machen. „Doris Peter ist die gute Seele der Lebenshilfe Hanau, sie wirkt jedoch mit der ihr eigenen Rührigkeit und Energie weit darüber hinaus, wenn es darum geht, die Lebensumstände von Menschen mit Behinderungen zu verbessern und die Öffentlichkeit für deren besonderen Probleme zu sensibilisieren.“

Nachdem sie bereits mehrere Jahre im Elternbeirat der Kindertagesstätte der Behindertenhilfe in Seligenstadt und später in Hainburg aktiv war, engagierte sich Doris Peter von 1981 bis 1987 im Elternbeirat der Friedrich-Fröbel-Schule als Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende. In dieser Zeit hat sie sich besonders für den Bau einer neuen Schule eingesetzt. Daneben initiierte sie Ferienspiele für behinderte Kinder der Friedrich-Fröbel–Schule und leitete dieses Projekt von 1982 bis 1986.

Parallel zu ihren Aktivitäten an der Fröbel-Schule war Doris Peter Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Offenbach und seit 1982 Mitglied bei der Lebenshilfe in Hanau. Dort arbeitet sie seit 1985 im Vorstand mit. Zunächst als Schriftführerin und von 1991 bis 1993 als Schatzmeisterin, wurde sie 1993 zur Vorsitzenden gewählt. Von 1997 bis im Jahr 2000 war Doris Peter stellvertretende Vorsitzende, seither ist sie wieder 1. Vorsitzende des Vereins Lebenshilfe für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, der Lebenshilfe Hanau e.V.  

Doris Peter, so führte der OB aus, war maßgeblich beteiligt an der Gründung eines zweiten Freizeitclubs für schwer geistig behinderte Mädchen und Jungen. Dabei habe sie in den ersten zwei Jahren die praktische Arbeit selbst geleistet, um das Projekt auf den Weg zu bringen. Neben dem Umbau einer Werkstatt für behinderte Menschen umzubauen und der Einrichtung eines neuen Kleinwohnheims war das Projekt „Gärtnerhaus“ eines der herausragenden. Ihrem Einsatz und ihrem unermüdlichen Werben für das Vorhaben ist es nach den Worten von Kaminsky maßgeblich zu verdanken, dass das Haus am Park von Schloss Philippsruhe saniert wurde und der Verein heute über ein barrierefrei erreichbares Lebenshilfezentrum verfügen kann.

Ein wichtiger Teil ihrer Vorstandsarbeit ist die Öffentlichkeitsarbeit und die Gestaltung von Festen, Benefizveranstaltungen und Märkten zur Beschaffung der finanziellen Mittel, die der Verein als Eigenkostenanteile der Hanauer Einrichtungen leisten muss, und die zur Finanzierung der zahlreichen Freizeitaktivitäten für Menschen mit Behinderungen notwendig sind. Unzählige Veranstaltungen im Veranstaltungskalender der Lebenshilfe Hanau, angefangen bei Faschingssitzungen über Benefizveranstaltungen, Sommerfesten, Teilnahme an Hanauer Traditionsfesten sowie Schlachtfesten, wurden und werden unter der Leitung von Doris Peter durchgeführt und erzielen jährlich einen beträchtlichen Gewinn zugunsten der Lebenshilfe.

Neben all den Aktivitäten für die Lebenshilfe Hanau engagiert sich sich Doris Peter seit 1993 auch im Vorstand des Behindertenwerks Main-Kinzig. Zunächst als Schriftführerin und Schatzmeisterin übernahm sie im Mai 2002 das Amt der zweiten Vorsitzende im geschäftsführenden Vorstand. Seit Mai 2008 steht sie als erste Vorsitzende an der Spitze des Behindertenwerks Main-Kinzig. In ihrem unermüdlichen Engagement verbindet sie die Interessen der Lebenshilfe Hanau e.V. als Elternverein mit den Interessen des Behindertenwerk Main-Kinzig e.V. als Trägerverein. Sie wirkt hier aktiv bei der Entwicklung der Angebote des Behindertenwerk Main-Kinzig mit und übernimmt dort zahlreiche repräsentative Aufgaben in der regionalen und überregionalen Öffentlichkeit.

Obwohl schon in die Vorstands- und Öffentlichkeitsarbeit der Lebenshilfe und des Behindertenwerks eingebunden, fand Doris Peter von 1997 bis 2001 darüber hinaus auch noch die Zeit, als Behindertenbeauftragte der Stadt Hanau zur Verfügung zu stehen. Seither übernimmt sie Urlaubs- oder Krankheitsvertretung in diesem Bereich.

Bei einer solch umfangreichen Liste an ehrenamtlichem Engagement sei es nicht verwunderlich, so der Oberbürgermeister, dass Doris Peter bereits mehrfach ausgezeichnet worden sei. So habe sie bereits die Silberne Ehrennadel des Lebenshilfe Landesverbandes/Bundesverbandes und mit den Ehrenbrief des Landes Hessen erhalten. Die Stadt Hanau selbst ehrte sie 1999 mit der Bürgerplakette, der Main-Kinzig-Kreis zeichnete sie für vorbildliches ehrenamtliches Engagement im sozialen Bereich im Jahr 2003 aus. Schließlich wurde ihr im Oktober 2007 der Hessische Verdienstorden am Bande verliehen. „Es ist mir jedoch Bedürfnis und Vergnügen zugleich, heute mit dem Bundesverdienstkreuz eine Frau auszeichnen zu können, die mit großem persönlichen Einsatz seit vielen Jahren intensiv daran mitwirkt, dass in unserer Stadt die Menschen mit Behinderungen eine Stimme haben, die gehört wird.“

Pressekontakt: Stadt Hanau, Telefon 06181/295-929


Stadt Hanau
Pressestelle
Am Markt 14-18
63450 Hanau
Oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de

Ansprechpartnerin:
Güzin Langner
06181 / 295-929

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"Den Schwachen zur Seite stehen"
Die BWMK-Vorstandsvorsitzende und 1. Vorsitzende der Lebenshilfe-Hanau Doris Peter bekam das Bundesverdienstkreuz am Bande.
(Quelle: Pressedienst des BWMK-Gelnhausen. Fotos: Dieter Cosler)
Ihren innerlichen Glanz haben schon viele wahrgenommen, jetzt kommt auch ein äußeres Zeichen ihrer Humanität und Tatkraft hinzu: Doris Peter, die amtierende Vorsitzende der Lebenshilfe Hanau und Vorstandsvorsitzende des Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V. (BWMK), bekam am Mittwoch, 31. März 2010, in Hanau das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die 63-Jährige, die aus Klein-Auheim stammt und dort lebt, ist im Main-Kinzig-Kreis und vor allem in ihrer Heimatstadt Hanau als ebenso resolute wie warmherzige Streiterin für die Rechte von Menschen mit Behinderung bekannt.
Die Ehefrau und Mutter von zwei Söhnen setzt sie sich nach wie vor dafür ein, vielfältige Förder- und Freizeitmöglichkeiten für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf zu schaffen. Denn ihr Sohn Sven kam 1968 mit einer geistigen Behinderung zur Welt. So engagierte sie sich beispielsweise für den Bau der Friedrich-Fröbel-Schule in Maintal, die seit 1964 in einem Seitenteil des Schlosses Philippsruhe in Hanau-Kesselstadt untergebracht war. „Die Räume im Schloss waren nicht behindertengerecht, und so suchten wir nach neuen Lösungen“, erinnert sich Peter, die in den 1980er Jahren stellvertretende Vorsitzende und Vorsitzende des Elternbeirats war. Das Engagement hatte Erfolg: Von 1988 bis 1993 wurden Gebäude in Maintal-Dörnigheim umgebaut beziehungsweise neu errichtet, und so konnte die Förderschule der Stadt Hanau dort ihren Betrieb aufnehmen. Für die Schulkinder organisierte Doris Peter von 1982 bis 1986 Ferienspiele, die später von der Stadt ausgerichtet wurden. Von 1977 bis 1980 hatte sich die Einzelhandelskauffrau, die im Versandhaus Schwab ausgebildet worden war, im Vorstand der Lebenshilfe Offenbach engagiert.
Nach dem Wechsel ihres Sohnes Sven in die Fröbelschule wurde die Familie Mitglied der Lebenshilfe Hanau. Dort arbeitet Doris Peter seit 1985 im geschäftsführenden Vorstand, war von 1993 bis 1997 Vorsitzende und füllt dieses Amt erneut seit 2000 bis dato aus. Seit 1993 gehört sie außerdem dem geschäftsführenden Vorstand des BWMK an und ist seit Mai 2008 dessen Vorsitzende. Um der Lebenshilfe Hanau und damit Menschen  mit Behinderung, ihren Familien und Freunden Raum zu geben, lag ihr die Instandsetzung des Gärtnerhauses von Schloss Philippsruhe am Herzen. Der unermüdliche Einsatz der Lebenshilfe-Mitglieder und des Vorstands führte 2001 zur Übertragung des Erbpachtgrundstücks und zur Sanierung des Hauses. Das Nebengebäude ist heute das Kinderhaus der Lebenshilfe – ein freundlicher, zum Spielen und Toben einladender Raum, der oft und gern genutzt wird. Ein voller Terminkalender ist für die Powerfrau Peter eine Selbstverständlichkeit – neben großen Projekten stehen Märkte, Feste und Freizeitveranstaltungen an, die alle einem Zweck dienen: Menschen mit Behinderung ein weitestgehend selbstständiges und erfülltes Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.
Ihre Motivation hat Doris Peter in der jüngsten Ausgabe der Lebenshilfe-Zeitung - deren Chefredakteurin sie übrigens auch ist – , deutlich zum Ausdruck gebracht: „Die Schwachen haben keine Lobbyisten mit Geld und Einfluss. Sie brauchen Menschen, die nicht von dem Virus ,Gier´ angesteckt sind. Denen Begriffe wie Verantwortung, Akzeptanz, Loyalität, Ehrlichkeit und Respekt für ihr Gegenüber noch etwas bedeuten.“ Für die Trägerin des Verdienstkreuzes ist die moralische Verantwortung, den Schwachen zur Seite zu stehen, ein Gebot der Menschlichkeit. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky überreichte den Orden am Mittwoch, 31. März im Auftrag von Bundespräsident Horst Köhler während einer Feierstunde im Hanauer Rathaus an Doris Peter.
Dorothee Müller
Externe/Interne Kommunikation
BWMK
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Fotos von der Verleihung finden Sie hier ...